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Hohe Erwartungen an 1. Rückkehrertag

Hohe Erwartungen an 1. Rückkehrertag

Unternehmen präsentieren breites Angebot an Arbeitsstellen

Wismar Zahlreiche Unternehmen in Nordwestmecklenburg stehen schon in den Startlöchern: In wenigen Tagen findet der 1. Rückkehrertag des Kreises statt. Mehr als 30 Firmen und öffentliche Einrichtungen der Region präsentieren sich am 27. Dezember von 10 bis 14 Uhr in der Markthalle Wismar am Alten Hafen. Sie bieten dort weit über 300 offene Stellen an und hoffen, geeignete Fachkräfte für sich zu gewinnen. "Wir sind ständig auf der Suche nach geeigneten Mitarbeitern um ein stetiges Wachstum unseres Unternehmens fortzuführen. Ganz konkret benötigen wir für die Erweiterung eines Geschäftsfeldes momentan Fach- und Hilfskräfte und auch Quereinsteiger zur unbefristeten Anstellung in den Bereichen Kabel- und Leitungsbau, Elektro- und Glasfasermontagen sowie Tief- und Straßenbau", schildert Birger Plath, Geschäftsführer der Elektro-Plath Netzbau GmbH aus Wismar die Situation seines Unternehmens.

Dabei hat er bereits Erfahrung darin, Arbeitskräfte wieder zurück zu holen. "Wir haben in der Vergangenheit schon mehrfach Mitarbeiter, welche in Schleswig Holstein tätig aber in Mecklenburg wohnhaft waren, für unser Unternehmen gewinnen können. Wir sehen hier einen sehr guten wie auch wichtigen Ansatz, um der Abwanderung von Arbeitskräften und der damit einhergehenden Alterung der Gesellschaft in Mecklenburg entgegenzuwirken", erklärt der Unternehmer. Das Problem, dass nicht deutlich mehr potenzielle Mitarbeiter aus dieser Quelle generiert werden können, sehe er nicht mehr im unterschiedlichen Lohngefüge zwischen Ost und West. Da habe man in den letzten Jahren massiv aufgeholt. Vielmehr sei die Bekanntmachung dieser Situation das Manko. "Von daher denken wir, dass solche Aktionen und Veranstaltungen zur Überbrückung des aktuellen Fachkräftemangels in Mecklenburg ein doch sehr gutes Mittel ist, um zumindest kurz- und mittelfristig die Situation in unserer Region zu entspannen und langfristig vielleicht dafür zu sorgen, dass ein Abwandern von gerade jungen Fachkräften deutlich verringert wird", fasst Birger Plath seine Erwartung zusammen.

Nicht nur Handwerksfirmen geht es so. Auch hier ansässige Industrieunternehmen haben gezielte Erwartungen im Hinblick auf diese Job-Börse: "Wir freuen uns auf einen hohen Zulauf von Bewerbern auf der Veranstaltung sowie das Kennenlernen von vielen potentiellen neuen Kollegen sowie das publizieren unserer Stellenanzeigen für unsere Fachkräfte von morgen", so Sven Wittfot vom Büromöbelhersteller Palmberg aus Schönberg. Das Unternehmen sucht Fachkräfte im Bereich Produktion für die Vor- sowie für die Endfertigung, Anwendungsentwickler und Berufskraftfahrer. Daneben bietet Palmberg auf der Veranstaltung eine ganze Reihe an Ausbildungsplätzen an: u. a. Berufskraftfahrer, Fachkraft für Lagerlogistik, Fachlagerist, Holzmechaniker, Industriekaufmann, Industriemechaniker, Kauffrau Büromanagement, Maschinen- und Anlagenführer, Mechatroniker.

Nordwestmecklenburgs Landrätin Kerstin Weiss begrüßt den Aktionstag vom Welcome Service Center. "Rückkehrer anzusprechen, die in den 1990-er und 2000-er Jahren aus Nordwestmecklenburg weggezogen sind, weil sie keinen Job gefunden haben, halte ich für eine sehr gute Idee. Denn der Arbeitsmarkt heute hat sich gewandelt. Immer mehr attraktive Stellen werden ausgeschrieben und das Lohnniveau steigt", so Weiss. Sie hoffe langfristig, dass durch solche Maßnahmen viele Mecklenburger zurück in die Heimat ziehen und dort leben und arbeiten. Das Welcome Service Center Nordwestmecklenburg sei deshalb ebenfalls ein wichtiges wirtschaftspolitisches Instrument. "Die Arbeitslosigkeit sinkt seit Jahren in Nordwestmecklenburg, im Oktober dieses Jahres auf unter sechs Prozent. Die Verfügbarkeit von Fachkräften ist aber entscheidend für die Entwicklungsmöglichkeiten einer Region", ist Weiss überzeugt. Der Rückkehrertag richte sich aber ebenso an Pendler oder Zugezogene. Er ist eine Veranstaltung für die ganze Familie mit Kinderkino, Bastelecke und Rabatt auf die Wismarer Eisbahn.

Das Welcome Service Center ist ein Projekt der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Nordwestmecklenburg, einem Unternehmen des Landkreises Nordwestmecklenburg. Es wird vom Land Mecklenburg-Vorpommern durch Mittel des Europäischen Sozialfonds sowie durch Mittel der Wirtschaftsinitiative Ostseeraum Wismar (WOW) e. V. und des Landkreises Nordwestmecklenburg gefördert.

© Anna Brendler E-Mail

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