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WSC-NWM

Welcome Service Center wird weiter gefördert

Bescheidübergabe WSC
Bild: Übergabe des Förderbescheides durch Stefan Rudolph, Staatssekretär im Wirtschaftsministerium MV über mehr als 59 000 Euro an das Welcome Service Center Nordwestmecklenburg an Martin Kopp, Birte Rathsmann und Kerstin Weiss. Mit dabei: Ralf Lorber und Birger Plath (v. l.).

Wismar Die Firma Elektro Plath aus Wismar bildete die Bühne für den formalen Akt der Übergabe des Förderbescheids für das 2. Projektjahr der Maßnahme "Welcome Service Center Nordwestmecklenburg (WSC NWM)", denn hier hat man bereits von der Arbeit dieser Einrichtung im vergangenen Jahr profitiert. "Wir haben große Probleme, unsere offenen Stellen zu besetzen. Das Welcome Service Center hat uns von Anfang an dabei geholfen, mit seinen Aktionen und Serviceangeboten, unter anderem den erstmals ausgerichteten Rückkehrertag, geeignete Arbeitskräfte zu finden", sagt Birger Plath, Geschäftsführer der Elektro-Plath Netzbau GmbH. Man habe einerseits nicht die Möglichkeiten, regelmäßig teure Annoncen zu schalten und andererseits auch nicht das Personal, potentielle Interessenten von außerhalb bei einem Wechsel des Wohn- und Arbeitsortes zu betreuen.

"Genau dafür sind wir mit dem Welcome Service Center da, um vor allem die kleinen und mittleren Unternehmen bei der Findung und Bindung der Arbeitskräfte zu unterstützen", so Martin Kopp, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Nordwestmecklenburg, zu der das Center gehört. Es ist seit März 2018 Ansprechpartner für zuziehende Fachkräfte, Pendler, Absolventen, Urlauber, Rückkehrer und Jobwechsler bei Fragen der Jobsuche, der Kindertagesbetreuung, der Wohnungssuche sowie der Freizeitgestaltung im Landkreis Nordwestmecklenburg. Zudem ist das Center Netzwerkpartner für regionale Firmen und Institutionen und damit auch Ansprechpartner für Themen wie Fachkräftegewinnung, deren Bindung und Motivation in der regionalen Wirtschaft. Damit das weiterhin möglich ist, hat das Wirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern entschieden, dieses Projekt ein weiteres Jahr zu fördern. "Das Welcome Service Center hat mit seinen Niederlassungen in Wismar und Grevesmühlen gleich zwei Anlaufstellen für potentielle Arbeitnehmer, die nach Nordwestmecklenburg wollen - ein Novum und sehr begrüßenswert", lobt Stefan Rudolph, Staatssekretär im Wirtschaftsministerium bei der Fördermittelübergabe am 29. März.

Das Welcome Service Center wurde vom 1. März 2018 bis 28. Februar 2019 aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert. Aufgrund der erzielten Erfolge erhält das Projekt eine Folgeförderung in Höhe von 59.375,- Euro für den Zeitraum vom 15. März 2019 bis zum 14. März 2020, ebenfalls aus dem ESF. Sie dient der Finanzierung von zweieinhalb Projektstellen. Laut Kopp seien im ersten Projektjahr bereits 121 Fachkräfte als Kunden betreut worden, am größten sei dabei der Bedarf bei ausländischen Arbeitskräften. "Die haben etwa 25 Prozent der Beratungskunden ausgemacht", berichtet Birte Rathsmann, Leiterin des Welcome Service Centers. „Und bei diesen Kunden wird der Betreuungsaufwand auch weiterhin am höchsten sein“. Auch auf Messen wie der Grünen Woche in Berlin oder der Hanseschau in Wismar war man präsent. Und über soziale Medien habe man etwa 30 000 Nutzer erreicht. „Da ist noch Luft nach oben“, gibt Kopp die Marschrichtung für das zweite Jahr vor. Da will man bereits 250 Fachkräfte und 75 Firmen beraten. Im Sommer soll es eine spezielle Urlauberkampagne in Wismar, auf der Insel Poel und Boltenhagen geben. Ziel ist es, Feriengästen im Kreisgebiet die Region auch als möglichen Arbeitsort schmackhaft zu machen. Schlussendlich ist bereits der 2. Rückkehrertag Nordwestmecklenburg am 27. Dezember 2019 fest eingeplant.

"Der Landkreis hat sich in den letzten Jahren wirtschaftlich gut entwickelt und befindet sich weiter im Aufschwung. Nicht zuletzt wegen des jetzt in der Umsetzung befindlichen Ausbaus der Breitbandversorgung", so Landrätin Kerstin Weiss. „Aber wir brauchen auch Fachkräfte damit das so weitergeht. Um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für unsere Firmen zu bekommen und zu halten, ist das Welcome Service Center ein wichtiger Baustein“, so Weiss.

Ralf Lorber, Vorsitzender des Vereins Wirtschaftsinitiative Ostseeraum Wismar (WOW e. V.) ist ein wichtiger Projektpartner. Von Anfang an waren er und der Verein an der Gründung des Centers beteiligt. "Wir haben in Nordwestmecklenburg eine der höchsten Industriearbeitsplatzdichten im Land, viele Arbeitnehmer wissen das nur nicht - das muss sich ändern", so Lorber. Über eines sind sich aber alle Beteiligten klar: Das 3. Jahr seines Bestehens sollte das WSC möglichst ohne öffentliche Förderung auskommen und zumindest anteilig von den Unternehmen des Kreises getragen werden.

 

© Anna Brendler E-Mail

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